© greenpapillon - Fotolia.com

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Der lange Rechtsstreit zwischen Googles Videoplattform YouTube und der deutschen Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz GEMA, ist kürzlich vor dem Hamburger Landesgericht entschieden worden: Ein klares 1:0 für die deutsche Behörde. Das bedeutet einen erheblichen Aufwand und zusätzliche Kosten für YouTube – und eventuell ein Ende der Videoplattform in Deutschland. Ganz davon zu schweigen, dass zahlreiche erfolgreiche Musik- und Video-Streaming-Dienste aus US-Amerika oder europäischen Nachbarländern so fern wie möglich vom deutschen Markt bleiben werden und deutsche Kunden so auf zahlreiche innovative Angebote verzichten müssen.

Ohnehin steht es um die GEMA derzeit nicht sonderlich gut. Eine neue Richtlinie zur Besteuerung von Konzerten und Diskotheken könnte das Aus für viele kleinere Clubs bedeuten. Kaum ein Video auf YouTube lässt sich noch anschauen: „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die entsprechenden Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.“ Kommt Ihnen das bekannt vor?

Im Rechtsstreit drehte sich alles darum, dass manche Videos Musik enthalten, die die Rechte von GEMA-Mitgliedern verletzen. Konkret ging es um sieben Lieder von Komponisten und Textautoren. YouTube und seine Verteidiger argumentierten so, dass das Video-Portal lediglich eine Plattform sei und damit nie Täter oder Urheberrechtsverletzer, sondern eben die Personen, die die entsprechenden Videos hochladen. Dennoch hat das Gericht die Vorgaben von der Überprüfung von Videos sehr scharf gesetzt – und nur YouTube hat sich darum zu kümmern! Künftig muss der Konzern also alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, damit keine Videos mehr mit GEMA-Material auf der Seite landen. Sonst muss der Konzern Strafen bezahlen.

Bei 60 Stunden neuem Videomaterial, das pro Minute auf YouTube landet, kann man sich ausmalen, wie viel Aufwand die Vorab-Überprüfung jedes Clips bedeutet – und wie viele Kosten dadurch entstehen, die das Portal erst einmal durch Werbung ausgleichen muss. Bei all den Absurditäten um die GEMA sollte man sich vielleicht einmal lieber fragen, ob die deutsche Behörde wirklich im 21. Jahrhundert angekommen und für neue Umgangsformen mit Unterhaltungsmedien bereit ist, als mit ACTA und harschen GEMA-Richtlinien einzig obsolete wirtschaftliche Interessen durchzudrücken.

Geschrieben von am 6.April 2012

© Alterfalter - Fotolia.com

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Cyberkriminalität ist immer mehr im Wachsen. Nun plant die Europäische Union ein Abwehrzentrum, bei dem Betrug und Kinder-Pornografie im Netz bekämpft werden sollen. Somit sollen auch die sozialen Netzwerke geschützt werden. Dafür bekommt das Abwehrzentrum 30 Mitarbeiter.
EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström erklärte, dass Millionen Europäer das Internet für ihre Kontoführungen für Online-Einkäufe, für ihre Urlaubsplanung oder den Kontakt zu Familienmitgliedern oder Freunden nutzen. Im gleichen Maße, wie sich das tägliche Leben online abspiele, verlegten jedoch auch Kriminelle ihre Aktivitäten ins Internet. Weltweit werden im Internethandel nach EU-Angaben jährlich etwa sechs Billionen Euro umgesetzt. So würden täglich schätzungsweise eine Millionen Menschen Opfer von Cyber-Straftaten. Von der EU wird der jährliche Schaden durch die Kriminalität im Internet mit knapp 300 Milliarden Euro angesetzt.
Schon 2010 nutzten über ein Drittel aller Europäer das Onlinebanking. Auf dem Schwarzmarkt würden Kreditkartendaten für einen Euro pro Satz gehandelt. Eine gefälschte Kreditkarte koste 140 Euro und die Kontodaten gebe es für 60 Euro zu kaufen.
Malmström sagte, dass nicht zugelassen werden dürfe, dass Cyber-Kriminelle das digitale Leben zerrütten. Aus diesem Grund müsse das Zentrum zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität errichtet werden. Das Zentrum solle bei der Polizei-Behörde Europol in Den Haag angesiedelt werden und als europäische Schaltstelle gegen die Kriminalität im Internet dienen. Vor allem soll gegen Straftaten wie Onlinebetrug mit gestohlenen Kreditkarten oder Kontodaten verhindert werden, bei denen es sich zum Teil um hohe Erträge handelt. Ebenso soll das Thema der Abwehr von Cyber-Angriffen auf wichtige Infrastrukturen oder Informationssysteme der EU eine zentrale Aufgabe darstellen. Zudem sollen die gegen Kinder-Pornografie im Internet vorgehen und soziale Netze vor digitalem Missbrauch schützen.
Die zentrale Aufgabe der neuen Einrichtung soll es werden, die Ermittler, Richter und Staatsanwälte in den Mitgliedsstaaten zu unterstützen.

Geschrieben von am 23.März 2012

© pavel siamionov - Fotolia.com

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Millionen benutzen sie tagtäglich und können sich ein Leben ohne die kleinen Technikwunder gar nicht mehr vorstellen. Smartphones sind die Helfer des 21. Jahrhunderts. Sie bringen einem jederzeit und an jedem Ort online, versorgen uns so mit mehr oder weniger wichtigen Informationen und sind zudem ungemein praktisch. MP3-Player, Digital-Kamera und Festplatte in einem und dennoch so klein, dass sie in der Hosen- oder Handtasche verschwinden können. Die wenigsten Menschen machen sich dabei Gedanken, wie das alles überhaupt möglich ist.

Wie selbstverständlich hat sich der Touchscreen in unser Leben geschlichen. Man drückt sich nicht mehr durch die Menüs, man wischt. Die Farben werden immer prächtiger, die Pixel immer gewaltiger, die Schärfe immer gestochener. Doch wie kann das eigentlich sein? Aus was besteht so ein Touchscreen?

Grundsätzlich aus zweit Teile: zum einen aus der berührungsempfindlichen Oberfläche und zum anderen aus dem Bildschirm an sich. Im Grunde ziemlich einfach, aber dennoch hochentwickelt. Hinter dem Schutzglas besteht die Oberfläche aus mehreren leitfähigen Schichten, Der Bildschirm integriert Tausende Bildpunkte, die zwei oder drei sogenannte „Subpixel“ in den Grundfarben Rot, Blau und Grün enthalten. Neben der bekannten LCD-Technik (TFT-LCD), die auch bei PC-Monitoren und Fernseher verbaut werden, findet die neuere AMOLED-Technik zunehmend Einzug. Welche Technik dabei die bessere ist, ist derzeit noch Geschmacksache. Während LCDs ein schärferes Bild erreichen, stellen AMOLED-Displays mehr Kontraste und kräftigere Farben dar.

Der Touchscreen-Technik funktioniert weitaus einfacher als gedacht: zwei leitfähige Schichten, die in der Regel als feinmaschiges Gitternetz aufgebracht werden, werden durch eine Isolationsschicht getrennt verbaut. Zwischen beiden Schichten wird eine elektrische Spannung erzeugt, die ein elektrisches Feld entstehen lässt. Nun kommt eine von der Natur gegebene Fähigkeit des Menschen ins Spiel: die elektrische Leitfähigkeit der Haut. Fingerberührungen ändern dieses elektrische Feld und der Touchscreen-Controller erkennt dabei, wo und wie oft die Berührungen stattgefunden haben. Diese Daten werden an den Prozessor des Smartphones weitergegeben, der sie interpretiert und in Befehle umsetzt.

Geschrieben von am 7.März 2012

© senoldo - Fotolia.com

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Das Multimilliarden schwere Unternehmen Google hat sich neuerdings dem Datenschutz verschrieben. In einer aktuellen Werbekampagne ruft Google seine Nutzer zu einem sensibilisierten Umgang mit ihren persönlichen Daten auf. Dass der Schutz der Privatsphäre nicht gerade das Markenzeichen des Suchmaschinengiganten ist, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Immer wieder werden kritische Stimmen laut, die Google vorwerfen, die persönlichen Daten der Nutzer zu speichern, um damit noch mehr Geld zu verdienen, indem sie zum Beispiel personalisierte Werbung schalten. Und so passt es ins Bild, dass Google ihren Usern trotz der Datenschutzkampagne weiterhin mit zugeschnittener Werbung bombadieren möchte. Dafür scheint Google jedes Mittel recht zu sein.

Zur Zeit bekommt dies das Scroogle zu spüren. Das kleine Suchmaschinienunternehmen, das sich vorwiegend aus Spenden finanziert, ist ein Art Filter für Google-Anfragen. Wer auf scroogle.org eine Suchanfrage stellt, bekommt die Ergebnisse einer normalen Suche bei Google, nur dass diese unpersonalisiert und ohne Werbung angezeigt werden. Durch Scroogle ist eine anonyme Suche möglich, bei der weder die IP-Adresse noch private Dinge gespeichert werden. Doch nun scheint Google dem Treiben endgültig einen Riegel vorgeschoben zu haben, denn seit Kurzem wird der Dienst anscheinend von Google blockiert. Anfragen werden auf eine seperate Seite geleitet, die mit “Forbidden – so sorry… Google is temporarily blocking this Scroogle server” keine weitere Nutzung zulässt.

Zwar werden täglich nur etwa 350.000 Suchanfragen über Scroogle getätigt, die gegenüber einer Milliarde bei Google sehr klein erscheinen, dennoch ist der Filterdienst dem Suchmaschinenprimus wohl ein Dorn im Auge. Das scheint sich nochmal zu bestätigen, da nun auch die Suche nach Scroogle selbst nicht mehr möglich ist. Inwieweit die Google-Blockade rechtmäßig und dauerhaft erfolgt, ist unklar. Google verweist dabei auf ihre Nutzungsbedingungen, die sich eindeutig gegen missbräuchliche Nutzung aussprechen und die auch untersagen, in die Dienste einzugreifen oder auf die Dienste in anderer Weise als über die von Google bereitgestellten Benutzeroberflächen und/oder Schnittstellen zuzugreifen.

Geschrieben von am 17.Februar 2012

Musikstream © Ozphoto - Fotolia.com

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Die Tage, in denen picklige Milchgesichter über Tauschbörsen wie Napster oder Limewire mächtige Labelbosse, um ihre wohlverdienten Moneten brachten, sind weitesgehend gezählt. 

Seit der Einführung von Youtube, dem wichtigsten Videoportal, und dessen unaufhaltsamen Siegeszug Richtung Weltmarktspitze gehen die Downloadzahlen auf Tauschbörsen stetig zurück. Längst haben Dienste wie Grooveshark die Gunst der Stunde ergriffen und stellen sich auf Nutzer ein, die 24/7 online sind und somit ihre Musik nicht mehr über die Festplatte, sondern über den bequemen Online-Stream abrufen wollen. 

Doch auch die GEMA schläft nicht. Sie erwirkte eine einstweilige Sperrung von Grooveshark und auch diverser Songs auf Youtube. Der Markt wird daher für Unternehmen mit Bezahlangebot und den nötigen Lizenzen zu einer wahren Goldgrube. Einer dieser Online-Musikdienste, der sich anschickt ganz oben mitzuspielen, ist das Portal “rdio“.

Rdio, ein Angebot, des Skype-Mitbegründers Janus Friis, verfügt bereits jetzt über eine Songrepertoire von über 12 Millionen online-abrufbaren Titeln. Es ist durchaus vergleichbar mit den Unternehmen Deezer oder simfy. 

Nachdem der erste kostenloste Testmonat abgelaufen ist, kostet rdio den Nutzer rund 5 Euro im Monat. Es kann über alle gängigen Smartphones, oder Tablets angewählt werden und ermöglicht den Musikstream in hoher Qualität und mit der Möglichkeit einzelne Titel auch offline abzuspielen, nachdem man sie in iTunes oder einen anderen Player übertragen hat. 

Zur Popularität dieses Unternehmens trägt nicht zuletzt der Firmengründer bei, der mit dem Projekt Skype bereits eines der erfolgreichsten Programme aller Zeiten programmierte. 

Experten sehen die große Konkurrenz zu Rdio im schwedischen Anbieter Spotify. Dieser gilt als Goliath, denn die Macher wussten es geschickt mit Riesen wie Facebook und dem Musikmagazin Rolling Stone zu kooperiern, um ihren Dienst in aller Welt bekannt zu machen. 

Geschrieben von am 1.Februar 2012

© VRD - Fotolia.com

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Rund 33.000 Deutsche könnten am 8. März eine böse Überraschung erleben: Die Internetverbindung ihres Computers könnte an diesem Tag ausfallen. Grund ist der Virus “DNS Changer”, der seit Monaten im Internet kursiert. Er knackt die Netzwerk-Konfiguration von PCs wie Macs mit einem Eintrag neuer DNS-Server. DNS steht für “Domain Name System“. Anstatt eine lange Reihe von Zahlen und Satzzeichen in den Browser eingeben zu müssen, sorgt dieser DNS-Service dafür, dass Adressen aus Buchstaben wie etwa “google.de” automatisch als richtige Zahlenreihen umgewandelt werden und man damit auf der gewünschten Seite landet. Der “DNS-Changer” greift genau dort ein und leitet beim Aufruf populärer Internetseiten auf falsche Doubles um: Damit wird Kriminellen Tür und Tor geöffnet, um an streng geheime Daten wie Passwörter oder Kontonummern zu kommen.

Dass es am 8. März zum Verbindungsverlust zum Internet der befallenen Rechner kommen könnte, liegt daran, dass die amerikanische Bundespolizei FBI für diesen Tag angekündigt hat, die beschlagnahmten Server vom Netz zu nehmen. Noch im vergangenen November wurden zwei der Cyber-Kriminellen in New York verhaftet. Wenn die Server vom Netz genommen werden, fehlen den befallenen Computern die entsprechenden DNS-Einträge – keine Internetseite könnte also mehr richtig zugeordnet und aufgerufen werden. In Deutschland sollen nach Schätzungen des FBIs 33.000 Rechner betroffen sein.

Ob der eigene Rechner befallen ist, kann ganz einfach mit dem Besuch der Internetseite “www.dns-ok.de” gecheckt werden. Ist ihr Computer befallen, wird eine Warnmeldung mit roter Statusanzeige angezeigt. Auch viele Tipps und Hinweise für Betroffene stehen auf dieser Seite bereit. Die richtigen DNS-Einträge können nämlich ganz leicht per Hand wieder eingerichtet werden – damit weder Kriminelle ihre Daten klauen, noch das FBI ihren Rechner lahmlegen kann

Geschrieben von am 13.Januar 2012

 

© Peter Atkins - Fotolia.com

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Inzwischen kann man sich nicht mehr nur von einem Navigationsgerät durch die Gegend lotsen lassen – auch Smartphones können dies bereits. Doch welches von beiden ist nun besser? Die meisten Smartphones sind heutzutage mit einem GPS-Chip ausgestattet, womit das Telefon GPS-Signale für die Ortsbestimmung nutzen kann. Mit entsprechenden Prorammen kann man auch ein Smartphone als Lotse mit ins Auto nehmen, das jedenfalls sagt die Zeitschrift “PC-Welt” in ihrer Ausgabe 2/2012, die Smartphones als elektronische Routenführer untersucht hat.

Allerdings ist dies nur möglich, wenn man sein Smartphone mit speziellen Programmen oder Apps ausrüstet. Zum einen gibt es Programme, die fest auf dem Handy installiert werden und eine kostenlose Nutzung ermöglichen. Der Nachteil ist nur, dass man das Kartenmaterial regelmäßig aktualisieren muss. Zum anderen gibt es natürlich noch diverse Apps. Diese Apps holen sich die aktuellsten Daten für eine Routenführung direkt aus dem Internet. Hat man jedoch keine Internetflatrate, stürzt man sich bei dieser Variante möglicherweise in Unkosten, da teilweise Zusatzkosten für jede Routenplanung anfallen. In entlegenen Regionen ohne Funknetz fällt die Funktion sogar komplett aus. Besonders hohe Zusatzkosten lauern im Ausland.

Als Fazit eignet sich für Vielfahrer definitiv das Navigationsgerät besser, da es ein größeres Display hat und die Kartendarstellung und Routenführung besser ist. Außerdem liefern Navi-Systeme auch das geeignete Zubehör für die Installation und Stromversorgung im Auto. Bei den Smartphones muss man sich schon im Vorfeld nach geeigneten Apps oder Programmen erkundigen. Dafür sind sie aber auch flexibler und aktueller bezüglich der Daten. Außerdem sind sie in puncto Vielseitigkeit unschlagbar, dank Kamera und Internetzugang. Ein weiterer Pluspunkt ist die große Auswahl an Apps, bei der man sicherlich seinen persönlichen Favoriten findet.

Geschrieben von am 6.Januar 2012

Google  Mifune - Fotolia.com

Google Mifune - Fotolia.com

Google hat eine Top-Ten der am schnellsten gewachsenen Suchbegriffen veröffentlicht. Der weltweit größte Suchmaschinenbetreiber veröffentlichte die Ergebnisse im Rahmen des Projekts “Google Zeitgeist”, in dem regelmäßig die beliebtesten Suchbegriffe des jeweiligen Jahres ausgewertet werden.

Die weltweite Liste führt Rebecca Black an. Die freche Teenie-Göre wurde, ähnlich wie Superstar Justin Bieber, durch die Videoplattform Youtube bekannt und somit praktisch über Nacht berühmt. Das Musikvideo zu ihrer Single “Friday” erreichte über 167 Millionen “Views”. Auf dem zweiten Platz fand sich das hauseigende soziale Netzwerk Google+ wieder, dass sich 2011 anschickte dem Marktführer Facebook den Rang abzulaufen. Die internationale Online-Community suchte dieses Jahr auch nach spektakulären Justizfällen. Casey Anthony, einer amerikanischen alleinerziehenden Mutter, der vorgeworfen wurde ihre zweijährige Tochter getötet zu haben, landete deshalb auf dem vierten Rang der Suchbegriffe.

Deutschlands Top-Ten der schnell wachsenden Suchbegriffe führt das Computerspiel Minecraft an. Es überrascht nicht, dass das berühmt-berüchtigte Darmbakterium EHEC, welches dieses Jahr für eine regelrechter Massenpanik bei besorgten Internetusern sorgte, auf Platz Zwei landete. Die Deutschen interessierten sich 2011 zunehmender für Smartphones. Vor Allem das neue iPhone 5 war im Zentrum der Suchanfragen und landete somit auf Platz 3. 

Über Google Zeitgeist lässt sich das Verhalten der deutschen Internetnutzer sogar noch spezifizieren. Die am schnellsten wachsenden Suchbegriffe können auch in Themengruppierungen angezeigt werden. Die Atomkatastrophe rund um die japanische Region Fukushima (Genauer: Der Begriff “Japan”) erreichte den ersten Platz in der Kategorie Nachrichten. 

Das die Popularität der Firma Apple immer weiter wächst, macht der zweite Platz in der Kategorie Nachrichten deutlich. Der kalifornische Computerhersteller interessierte die User brennend, was wohl nicht zuletzt auf den Tod des Firmengründers Steve Jobs zurückzuführen ist.

Interessanterweise wurde die Ergebnisse von Zeitgeist auf ein nicht-jugendgefährdetes Level gebracht. Erotische Suchanfragen wurden für die Ergebnisse nicht berücksichtigt.

Geschrieben von am 19.Dezember 2011

Der Schrei nach mehr Sicherheit der persönlichen Daten wird im digitalen Zeitalter wohl niemals verstummen. Zu groß sind die Möglichkeiten für jene, die sich an Daten Fremder bereichern wollen. Zu klein dagegen die Chance für den Normalbürger sich absolut davor zu schützen. Zum Teil werden aber auch ganz offensichtliche Ausspähungen ohne Weiteres hingenommen. So speichert Facebook schon seit Jahren eine Vielzahl persönlicher Daten, wird zudem bei den Sicherheitseinstellungen immer undurchsichtiger und nur wenige stören sich wirklich daran. Nun steht ein neues Programm in der Kritik der Datenschützer, das anscheinend quasi jederzeit und unterwegs private Daten über die Smartphone-Besitzer sammeln soll. Carrier IQ sollte ursprünglich als Diagnosesoftware dazu dienen, Probleme bei der Smartphone-Nutzung aufzudecken, um diese zu verbessern. So sollte Daten über App-Abstürze oder Unterbrechungen von Übertragungen gespeichert werden. Doch das Programm ist wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen und hat, so die Vermutung, mehr oder weniger unfreiwillig jede Menge zusätzliche Privatdaten der Nutzer ausspioniert. Zwar hat der Hersteller entsprechende Anschuldigungen zurückgewiesen, die etwa 140 Millionen Smartphone-Besitzer in den USA, auf dessen Geräte die entsprechende Software installiert ist, wird das wohl weniger berühigen. Der größte Vorwurf lautet indes, dass die Nutzer nicht vom Umfang der Datensammlung durch Carrier IQ informiert wurden. Die betroffenen Smartphone-Hersteller, darunter auch Apple, haben nun angekündigt die vermeintliche Sicherheitslücke schließen zu wollen. So soll es die Möglichkeit geben, das entsprechende Programm zu deaktivieren. Einige wollen in Zukunft ganz auf die Diagnosesoftware verzichten und werden diese umgehen löschen.

Smartphone-Nutzer in Deutschland können derweil noch berühigt bleiben, da Geräte für den deutschen Markt angeblich ohne derartiger Software geliefert werden. Aber es gibt ja noch so viele andere Möglichkeiten, wie man seine privaten Daten mehr oder weniger freiwillig mit anderen teilen kann.

Geschrieben von am 1.Dezember 2011

Bordcomputer im Auto © Michal Adamczyk - Fotolia.com

Bordcomputer im Auto © Michal Adamczyk - Fotolia.com

Mittlerweile ist in einem Auto mindestens so viel Elektronik eingebaut wie in einem Computer – wenn nicht gar noch mehr. Mit dem eigenen Rechner kann man der elektronischen Steuerung aber relativ leicht selbst auf die Schliche kommen. Dabei aber bloß nicht die Übersicht verlieren!

Seit 2001 wird in den meisten Autos mit Benzin-Motor auch ein Steuergerät mit Fehlerspeicher eingebaut, das über eine OBD-Verbindung ausgelesen werden kann. OBD steht für On-Board-Diagnose. Mit einem geeigneten Lesegerät kommt man so den gesicherten Fehlern, dem aktuellen Verbrauch pro Stunde oder 100 Kilometer, der Geschwindigkeit, Kühlwassertemperatur, Motordrehzahl und Lufttemperatur auf die Schliche. Diese Zahlen können dann auf dem Computer gespeichert und bei Interesse auch ausgedruckt werden. Profesionelle Lesegeräte kosten mehrere 1000 Euro, für Amateure reicht aber auch ein Einstiegsgerät wie der ScanMaster-ELM, den es bereits für knapp 160 Euro gibt. Und nein: So lassen sich weder Kilometerzähler manipulieren, noch Motor-Chips tunen.

Eine andere Möglichkeit, die gerade für Hobby-Tuner interessant sein sollte, ist das Programm PowerDyn. Für 75 Euro kann man dann auf dem eigenen Laptop mit geeigneter OBD-Verkabelung während einer Testfahrt alle möglichen Daten sichern. Bei guten Wetterverhältnissen und genauen Angaben über Fahrzeugdaten wie Reifengröße oder Übersetzungsverhältnis erhält man überraschend exakte Messdaten, die zumindest einem Tuning-Erfahrenen verraten, wo noch etwas nachzubessern ist. Auch zum Thema Kombi und Bordelektronik gibt es im Internet zahlreiche Ressourcen für Bastler, Tuner und Hobbymechaniker.

Das Auslesen dieser Daten macht zwar viel Spaß – aber der Nutzen und Sinn für einen normalen Autofahrer ist doch sehr begrenzt, beziehungsweise gar nicht vorhanden. Wer hingegen Automobile zu seiner Leidenschaft zählt und mehr darüber weiß, als bei der Führerscheinprüfung gelernt werden musste, für den lohnt sich die Anschaffung einer OBD-Verkabelung und Programm durchaus.

 

Gastautorin Mathilde Zornmann

Geschrieben von am 21.November 2011