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© senoldo - Fotolia.com

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Das Multimilliarden schwere Unternehmen Google hat sich neuerdings dem Datenschutz verschrieben. In einer aktuellen Werbekampagne ruft Google seine Nutzer zu einem sensibilisierten Umgang mit ihren persönlichen Daten auf. Dass der Schutz der Privatsphäre nicht gerade das Markenzeichen des Suchmaschinengiganten ist, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Immer wieder werden kritische Stimmen laut, die Google vorwerfen, die persönlichen Daten der Nutzer zu speichern, um damit noch mehr Geld zu verdienen, indem sie zum Beispiel personalisierte Werbung schalten. Und so passt es ins Bild, dass Google ihren Usern trotz der Datenschutzkampagne weiterhin mit zugeschnittener Werbung bombadieren möchte. Dafür scheint Google jedes Mittel recht zu sein.

Zur Zeit bekommt dies das Scroogle zu spüren. Das kleine Suchmaschinienunternehmen, das sich vorwiegend aus Spenden finanziert, ist ein Art Filter für Google-Anfragen. Wer auf scroogle.org eine Suchanfrage stellt, bekommt die Ergebnisse einer normalen Suche bei Google, nur dass diese unpersonalisiert und ohne Werbung angezeigt werden. Durch Scroogle ist eine anonyme Suche möglich, bei der weder die IP-Adresse noch private Dinge gespeichert werden. Doch nun scheint Google dem Treiben endgültig einen Riegel vorgeschoben zu haben, denn seit Kurzem wird der Dienst anscheinend von Google blockiert. Anfragen werden auf eine seperate Seite geleitet, die mit “Forbidden – so sorry… Google is temporarily blocking this Scroogle server” keine weitere Nutzung zulässt.

Zwar werden täglich nur etwa 350.000 Suchanfragen über Scroogle getätigt, die gegenüber einer Milliarde bei Google sehr klein erscheinen, dennoch ist der Filterdienst dem Suchmaschinenprimus wohl ein Dorn im Auge. Das scheint sich nochmal zu bestätigen, da nun auch die Suche nach Scroogle selbst nicht mehr möglich ist. Inwieweit die Google-Blockade rechtmäßig und dauerhaft erfolgt, ist unklar. Google verweist dabei auf ihre Nutzungsbedingungen, die sich eindeutig gegen missbräuchliche Nutzung aussprechen und die auch untersagen, in die Dienste einzugreifen oder auf die Dienste in anderer Weise als über die von Google bereitgestellten Benutzeroberflächen und/oder Schnittstellen zuzugreifen.

Geschrieben von am Februar 17, 2012

Die iPods, Foto: digitalnative_flickr

Die iPods, Foto: digitalnative_flickr

Fast wäre es am letzten Dienstag in Kalifornien untergegangen. Gut, es ist untergegangen. Und auch danach sprach so richtig niemand darüber, dass bei der iPhone-Präsentation im Vorlauf auch ein neuer iPod vorgestellt wurde – ebenso vom Design unverändert, nur mit ein paar neuen Funktionen gespickt. Der iPod, das erfolgreichste elektronische Gerät aller Zeiten, stirbt aus und niemand bekommt davon etwas mit. Gefressen wurde er vom iPhone.

320 Millionen Mal verkaufte sich der iPod seit Oktober 2001. Dort nämlich wurde das erste Modell des erfolgreichsten MP3-Player aller Zeiten vorgestellt. Heute ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Apple versucht seit Jahren, genauer gesagt seit 2007, Einführungsjahr des iPhones, iPods wieder attraktiv zu machen. Allerdings fällt das zunehmend schwer. Denn mit dem iPhone kann man telefonieren, Musik hören und spielen. Mit dem iPod Musik hören. Um den entgegen zu wirken, führte Apple den iPod touch ein. Dieser allerdings wirkt auf dem Nutzer wie eine amputierte Version des iPhones. In diesem Jahr wollte man dem potentiellen Käufer sagen, dass er seinen neuen iPod nano auch als Armbanduhr mit 14 Ziffernblättern, u.a. mit Mickey Mouse, tragen kann. Ach ja, und die Icons waren größer – das war es dann aber auch schon mit großartiger Änderung am neuen Modell des iPods. Die wahrscheinlich wichtigste Änderung ist der Preis. Dieser änderte sich nämlich nach unten und so kostet die Einstiegsvariante mit 8 GB nur noch 129 Euro. 

Der iPod – damals galt er als Mörder der Musikindustrie, weil er die digitale Musik revolutionierte. Heute ist er selbst nur noch ein Relikt aus frühreren Zeiten. Von nun an gilt das iPhone als Mörder und Märtyrer der iPods. Nur noch ab und an sieht man ihn heute in Clubs. Wenn der DJ seinen 160GB-iPod mit Festplatte herausholt und von diesem die Musik abspielt. Es ist eben so, wie es Apple in seiner Werbung zelebriert: “Wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone.”

Geschrieben von am Oktober 12, 2011