Neuer Onlinemusikanbieter: rdio
02-01-12
Musikstream © Ozphoto - Fotolia.com
Die Tage, in denen picklige Milchgesichter über Tauschbörsen wie Napster oder Limewire mächtige Labelbosse, um ihre wohlverdienten Moneten brachten, sind weitesgehend gezählt.
Seit der Einführung von Youtube, dem wichtigsten Videoportal, und dessen unaufhaltsamen Siegeszug Richtung Weltmarktspitze gehen die Downloadzahlen auf Tauschbörsen stetig zurück. Längst haben Dienste wie Grooveshark die Gunst der Stunde ergriffen und stellen sich auf Nutzer ein, die 24/7 online sind und somit ihre Musik nicht mehr über die Festplatte, sondern über den bequemen Online-Stream abrufen wollen.
Doch auch die GEMA schläft nicht. Sie erwirkte eine einstweilige Sperrung von Grooveshark und auch diverser Songs auf Youtube. Der Markt wird daher für Unternehmen mit Bezahlangebot und den nötigen Lizenzen zu einer wahren Goldgrube. Einer dieser Online-Musikdienste, der sich anschickt ganz oben mitzuspielen, ist das Portal “rdio“.
Rdio, ein Angebot, des Skype-Mitbegründers Janus Friis, verfügt bereits jetzt über eine Songrepertoire von über 12 Millionen online-abrufbaren Titeln. Es ist durchaus vergleichbar mit den Unternehmen Deezer oder simfy.
Nachdem der erste kostenloste Testmonat abgelaufen ist, kostet rdio den Nutzer rund 5 Euro im Monat. Es kann über alle gängigen Smartphones, oder Tablets angewählt werden und ermöglicht den Musikstream in hoher Qualität und mit der Möglichkeit einzelne Titel auch offline abzuspielen, nachdem man sie in iTunes oder einen anderen Player übertragen hat.
Zur Popularität dieses Unternehmens trägt nicht zuletzt der Firmengründer bei, der mit dem Projekt Skype bereits eines der erfolgreichsten Programme aller Zeiten programmierte.
Experten sehen die große Konkurrenz zu Rdio im schwedischen Anbieter Spotify. Dieser gilt als Goliath, denn die Macher wussten es geschickt mit Riesen wie Facebook und dem Musikmagazin Rolling Stone zu kooperiern, um ihren Dienst in aller Welt bekannt zu machen.



